Freitag, 30. Januar 2015

Förderung von Frauen in Führungspositionen: Gesetzentwurf zur Frauenquote in erster Lesung im Bundestag

Gesetzentwurf zur Frauenquote in erster Lesung im Bundestag

Der Deutsche Bundestag berät heute in erster Lesung den Entwurf für das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst.
Der von der Bundesregierung eingebrachte Gesetzentwurf hat das Ziel, den Anteil von Frauen in den Führungsgremien von Wirtschaft und Verwaltung wesentlich zu erhöhen.
Der Anteil von Frauen in den Aufsichtsräten der 200 größten Unternehmen in Deutschland beträgt laut Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) 18,4 Prozent. In den Vorständen dieser Unternehmen sind nur 5,4 Prozent Frauen. Die Einführung einer gesetzlichen Quote ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu tatsächlicher Chancengleichheit von Frauen und Männern und wird zu einem Wandel in der Wirtschafts- und Arbeitswelt beitragen.
Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig:
"Seit 20 Jahren garantiert das Grundgesetz in Art. 3 die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen. Sie ist aber nicht Lebensrealität. Solange Gleichberechtigung nicht verwirklicht ist, brauchen wir Gesetze, die sie voranbringen.
Jetzt machen wir ernst - und sorgen mit der Quote für mehr Chancengleichheit für Frauen und Männer. Darüber hinaus wird dieses Gesetz einen Kulturwandel in der Arbeitswelt einleiten. Wenn es an der Spitze eines Unternehmens keine Gleichberechtigung gibt, wird es auf den übrigen Ebenen auch nicht gleichberechtigt zugehen. Sobald es aber mehr Frauen in Führungspositionen gibt, werden gleiche Chancen in den Unternehmen insgesamt selbstverständlicher werden."
Bundesjustizminister Heiko Maas:
"Jahrelang hat man auf freundliche Appelle und gutgemeinte Selbstverpflichtungen gesetzt. Die Bilanz dieser Politik ist ernüchternd. Die Geduld ist erschöpft, die Zeit der Appelle ist vorbei.
Die Frauenquote kommt - und zwar ohne Ausnahmen. Den Vorwand, es gäbe nicht genug qualifizierte Frauen, lassen wir nicht gelten. Denn: Noch nie waren so viele Frauen so gut ausgebildet wie heute. Deshalb bin ich sicher, dass am Ende kein einziger Sitz in den Aufsichtsräten frei bleiben wird. Frauen sind ein Gewinn für die Wirtschaft. Die Quote wird Strukturen aufbrechen und die Unternehmenskultur verbessern. Mehr Frauen in Führungspositionen werden andere Frauen nachziehen. Es wird mehr Frauen auf allen Hierarchieebenen geben."
Der Gesetzentwurf sieht für den Bereich der Privatwirtschaft im Wesentlichen folgende Regelungen vor:
Für Aufsichtsräte von Unternehmen, die börsennotiert sind und der paritätischen Mitbestimmung unterliegen, gilt künftig eine Geschlechterquote von 30 Prozent. Die Quotenregelung greift damit bei Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien mit in der Regel mehr als 2000 Arbeitnehmern sowie bei Europäischen Aktiengesellschaften (SE), bei denen sich das Aufsichts- oder Verwaltungsorgan aus derselben Zahl von Anteilseigner- und Arbeitnehmervertretern zusammensetzt. Insgesamt betroffen sind derzeit rund 100 Unternehmen.
Sie müssen die Quote ab 2016 sukzessiv für die dann neu zu besetzenden Aufsichtsratsposten beachten. Bei Nichterfüllung ist die quotenwidrige Wahl nichtig. Die für das unterrepräsentierte Geschlecht vorgesehenen Plätze bleiben rechtlich unbesetzt ("leerer Stuhl").
Unternehmen, die entweder börsennotiert oder mitbestimmt sind, werden verpflichtet, Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und obersten Management-Ebenen festzulegen. Über die Zielgrößen und deren Erreichung müssen sie öffentlich berichten. Der Kreis der betroffenen Unternehmen erfasst neben Aktiengesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien auch GmbHs, eingetragene Genossenschaften und Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit mit in der Regel mehr als 500 Arbeitnehmern. In der Summe unterliegen etwa 3500 Unternehmen der Zielgrößenverpflichtung.
Eine Mindestzielgröße ist nicht vorgesehen. Die Unternehmen können sie selbst setzen und sich an ihren Strukturen ausrichten. Dabei sind folgende Vorgaben zu beachten: Liegt der Frauenanteil in einer Führungsebene unter 30 Prozent, so dürfen die Zielgrößen nicht hinter dem tatsächlichen Status Quo zurückbleiben.
Die in 2015 erstmals festzulegende Frist zur Erreichung der Zielgrößen darf nicht länger als zwei Jahre sein. Die folgenden Fristen dürfen nicht länger als fünf Jahre sein.
Für den öffentlichen Dienst enthält der Gesetzentwurf folgende Regelungen:
Damit der Bund mit gutem Beispiel vorangeht, wird das Bundesgremienbesetzungsgesetz mit dem Ziel der paritätischen Vertretung von Frauen und Männern in Gremien novelliert, deren Mitglieder der Bund bestimmen kann. Für die Besetzung von Aufsichtsgremien, in denen dem Bund mindestens drei Sitze zustehen, gilt ab 2016 eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent für alle
Neubesetzungen dieser Sitze. Ab dem Jahr 2018 ist es Ziel, diesen Anteil auf 50 Prozent zu erhöhen. Für wesentliche Gremien, in die der Bund Mitglieder entsendet, gilt das gleiche Ziel.
Zur Erhöhung des Frauenanteils an Führungspositionen im öffentlichen Dienst des Bundes sowie zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Berufstätigkeit wird zudem das Bundesgleichstellungsgesetz umfassend novelliert. Die Bundesverwaltung wird künftig insbesondere verpflichtet, sich für jede Führungsebene konkrete Zielvorgaben zur Erhöhung des Frauen- beziehungsweise Männeranteils zu setzen. Zielvorgaben und Maßnahmen sind im Gleichstellungsplan der jeweiligen Dienststelle darzustellen. (www.bmfsfj.de)

Mittwoch, 28. Januar 2015

Fachtagung "Qualitätsentwicklung in der Krippe (U3)"

Veranstaltung der Arbeitskammer des Saarlandes:

Fachtagung "Qualitätsentwicklung in der Krippe (U3)"

- Chancen und Herausforderungen -

Donnerstag, 29. Januar 2015 
8.30 Uhr - 17.30 Uhr
Bildungszentrum der Arbeitskammer des SaarlandesAm Tannenwald 1
66459 Kirkel                   Anreise



Die Fachtagung ist eine Kooperationsveranstaltung des Landesinstituts für Pädagogik und Medien, der Arbeitskammer des Saarlandes und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.(www.arbeitskammer.de)

Qualität zählt
Wie können sich alle Kinder in der Krippe von Anfang an wohlfühlen und ihr Potenzial in einer lerngünstigen Umgebung konstruktiv entwickeln? Welche Voraussetzungen und Gelingensfaktoren müssen erfüllt sein, um Krippenkindern beste Entwicklungs- und Bildungschancen von Anfang an zu ermöglichen? Wie können sich pädagogische Fachkräfte und Familien gemeinsam optimal vorbereiten?
Die Fachtagung bietet Unterstützung und Anregungen, wie - kritisch nachgefragt - Prozesse der pädagogischen Arbeit in den ersten drei Lebensjahren gelingen können. Wir freuen uns, Sie als Leitungskräfte, pädagogische Fachkräfte und Fachberater der Kindertageseinrichtungen und Krippen, als Mitarbeiter der Träger, Familienzentren, Sozialpartner, Partner der Jugendhilfe und Eltern in Kirkel begrüßen zu dürfen.

Tagungsprogramm:
08.00 Uhr: Anreise und Empfang
08.30 Uhr: Begrüßung
Horst BackesHauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes
Ulrich Commerçon
Minister für Bildung und Kultur des Saarlandes

09.00 Uhr: Impulsvortrag und Diskussion
Wie können wir pädagogische Qualität in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung feststellen, entwickeln und sichern?
Prof. Dr. (em.) Wolfgang TietzeFreie Universität Berlin und PädQuis gGmbH
(Pädagogische Qualitätsentwicklung in der Kita)

10.15 Uhr Kaffeepause und Get-together

10.30 Uhr: Workshops (diese finden inhaltsgleich vor- und nachmittags statt)
Workshop 1: Inklusion in der Krippe braucht Bildungsräume
Angelika von der BeekDiplompädagogin, Fachberaterin, Autorin, Hamburg

  Informationen zum Workshop

Workshop 2: Wie der inklusive Start in der Krippe gelingen kann – Eingewöhnung, Bindung, Haltung und Beziehung zu Kind und Familie in Schlüsselsituationen
Birgit EifelerErzieherin und Trainerin, Ettlingen
Workshop 3: Sprachliche Entwicklung fördern von Anfang an – Grundlagen und Praxisanregungen zur Sprachstärkung unter Dreijähriger in Familie, Kita und Familienzentren
Rafaela NachtmannDiplom-Pädagogin, Sprachberaterin für Krippe und Kita, Saarlouis

Workshop 4: Gelingende Beziehungsgestaltung mit Eltern in der Krippe – Begegnung, partnerschaftlicher Dialog und professionelle Kooperation
Sylvia ZöllerKita-Leiterin, Trainerin, Karlsruhe

Workshop 5: Frühe Hilfen: Prävention für Kleinkinder und Familien mit Unterstützungsbedarf
Martina Egel-OttoLandeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familien

13.00 Uhr: Mittagspause und Zeit zum entspannten Austausch
Die Arbeitskammer lädt zum Mittagessen im Bildungszentrum ein.

14.30 Uhr: Workshops am Nachmittag

17.00 Uhr: Feedback und Ausklang
Peter BalnisLandesvorsitzender der GEW Saarland
Dr. Carolin LehbergerArbeitskammer des Saarlandes
Dr. Birgit SpenglerLandesinstitut für Pädagogik und Medien

17.30 Uhr: Veranstaltungsende



Anmeldung:
Bitte melden Sie sich an bis spätestens 24.01.2015 unter Angabe derVeranstaltungsnummer H1.801-0145 beim LPM an:

Per Mail: bspengler(at)lpm.uni-sb.de


Bitte geben Sie folgende Daten an:Name, Privatadresse mit privater Email und Telefonnummer, Name und Adresse der Kita, Name und Anschrift des Trägers.

Die Anmeldegebühr beträgt 25,00 Euro.Bei Anmeldung erhält Ihr Träger die Rechnung mit Teilnahmegebühr in Höhe von 25,00 Euro/Person.
Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt vor Ort in der Zeit von 8.00 Uhr bis 8.30 Uhr.
Kinderbetreuung:Für kostenlose Kinderbetreuung vor Ort ist gesorgt.Wir bitten um Voranmeldung unter Angabe des Namens und Alters Ihres Kindes unter kinderbetreuung(at)lpm.uni-sb.de, Stichwort „Fachtagung Kirkel“.

Ansprechpartner:

Dr. Carolin LehbergerLeiterin der Abteilung Bildungs- und Wissenschaftspolitik
Arbeitskammer des Saarlandes
E-Mail: bildungat)arbeitskammer.de

Dr. Birgit SpenglerLeitung des Querschnittsbereichs Bildungs- und Chancengleichheit,
Landesinstitut für Pädagogik und Medien
E-Mail: bspengler(at)lpm.uni-sb.de

BERICHT ZUM EXISTENZMINIMUM : Grund- und Kinderfreibetrag steigen

Sowohl der Grundfreibetrag als auch der Kinderfreibetrag müssen ab dem Veranlagungsjahr 2015 erhöht werden. Das geht aus dem Zehnten Existenzminimumbericht hervor, den das Bundeskabinett beschlossen hat.
Familien profitieren vom höheren Grund- und Kinderfreibetrag.
Foto: Judith Affolter (www.bundesregierung.de)


Der Grundfreibetrag stellt sicher, dass das Einkommen für den notwendigen Lebensunterhalt nicht besteuert wird. Er liegt derzeit bei 8.354 Euro. Mit dem Kinderfreibetrag soll die angemessene Versorgung von Kindern gesichert werden. Eltern können wählen, ob sie den Kinderfreibetrag oder das staatliche Kindergeld in Anspruch nehmen. Der Kinderfreibetrag beträgt momentan 7.008 Euro.
Der Zehnte Bericht über die Höhe des steuerfrei zu stellenden Existenzminimums von Erwachsenen und Kindern stellt fest, dass diese Freibeträge erhöht werden müssen:
  • Der Grundfreibetrag für Erwachsene muss um 118 Euro für 2015 und weitere 180 Euro für 2016 erhöht werden.
  • Der Kinderfreibetrag muss um 144 Euro für 2015 und weitere 96 Euro für 2016 angehoben werden.
Erwerbseinkommen zum Bestreiten des notwendigen Lebensunterhalts darf in Deutschland nicht besteuert werden. Zur exakten Überprüfung dieser verfassungsrechtlichen Vorgabe legt die Bundesregierung seit 1995 alle zwei Jahre einen sogenannten Existenzminimumbericht vor. Gegenstand des Zehnten Existenzminimumberichts sind die maßgebenden Bemessungsbeträge für die Jahre 2015 und 2016.

Gesetzesänderungen auch rückwirkend möglich

Die Bundesregierung kann die begünstigenden Gesetzesänderungen rückwirkend in Kraft setzen. Sie wird bis Ende März einen entsprechenden "Fahrplan" vorlegen. Darin einbezogen ist auch die Frage zur möglichen Anhebung des Kindergeldes. (www. bundesregierung.de)

Alleinerziehende: Kindergelderhöhung kein Weg aus der Armutsfalle - Steuerklasse II endlich anheben!

Alleinerziehende: Kindergelderhöhung kein Weg aus der Armutsfalle - Steuerklasse II endlich anheben!


Die Hälfte der Kinder in Armut lebt bei Alleinerziehenden. Daran wird die geplante Kindergelderhöhung nichts ändern. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) fordert parallel eine deutliche Anhebung des steuerlichen Entlastungsbetrags für Alleinerziehende in der Steuerklasse II. Dieser wurde seit über 10 Jahren nicht erhöht.

"Eine Erhöhung des Kindergeldes geht an Kindern in Hartz IV sowie im Unterhaltsvorschussbezug komplett vorbei, da das Kindergeld ganz angerechnet wird", moniert Schwab. "Einelternfamilien haben mit 42 Prozent das höchste Armutsrisiko aller Familien. Aus gutem Grund hatte die Große Koalition angekündigt, ein Paket zu schnüren und zusammen mit dem Kindergeld die Steuerklasse II zu erhöhen. Hier muss endlich etwas passieren! Ein bloßer Inflationsausgleich nach zwölf Jahren ist allerdings noch keine Verbesserung", betont Schwab. "Für Alleinerziehende wäre es eine herbe Enttäuschung, wenn sie mit Peanuts abgespeist werden."

Der Entlastungsbetrag stagniert seit 2004 bei 1.308 Euro. Im Schnitt haben Alleinerziehende am Jahresende dadurch 350 Euro mehr im Portmonee. Ehepaare haben durchs Splitting bis zu 15.000 Euro im Jahr mehr zur Verfügung, das finden Alleinerziehende ungerecht. Der VAMV fordert, solange es das Ehegattensplitting gibt, den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende an den steuerlichen Grundfreibetrag zu koppeln und regelmäßig anzupassen. Auch ein Ausbau des Unterhaltsvorschuss ist überfällig. Langfristig fordert der VAMV die Umgestaltung des bestehenden Steuersystems zu einer Individualbesteuerung und die direkte Förderung von Kindern durch eine Kindergrundsicherung, unabhängig von der Familienform ihrer Eltern. "Alleinerziehende wollen endlich von der Politik als gleichberechtigte Familienform anerkannt, wertgeschätzt und gefördert werden!", unterstreicht Schwab.

Informationen zur aktuellen Kampagne des VAMV "UmSTEUERN - keine Familie II. Klasse. Steuergerechtigkeit für Alleinerziehende!"  unter www.vamv.de.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 2,7 Millionen Alleinerziehenden.
Der VAMV fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entsprechende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.

Serviceportal Familien-Wegweiser startet mit neuem Design

Bildnachweis: BMFSFJ
Ab sofort präsentiert sich der Familien-Wegweiser in einem neuen Design. Das Serviceportal für (werdende) Eltern bietet nun alle Informationen zum Leben mit Kindern noch übersichtlicher - auch auf Tablet und Smartphone.
Die neu gestaltete Startseite gibt einen schnellen Überblick über alle wichtigen Inhalte und Kategorien aufwww.familien-wegweiser.de. Mit wenigen Klicks gelangen Besucherinnen und Besucher von dort aus zu weiterführenden Informationen über Beratungsangebote in ihrer Region und zu wichtigen Formularen, die zum Download bereit stehen.

Online-Rechner zur Ermittlung des Elterngeldanspruchs

Das Portal informiert praxisnah über staatliche Leistungen für Familien. Die praktischen Online-Rechner, mit denen die voraussichtliche Höhe des Elterngeldes - und in Kürze des ElterngeldPlus - ermittelt werden kann, sind nach wie vor ein zentrales Serviceangebot des Portals.
Auf www.familien-wegweiser.de finden Eltern und Großeltern Informationen, Angebote und Tipps für das Leben mit Kindern: Einzelne Rubriken wie die Datenbank "Familie regional" und das Infopaket „Familienstart“ bündeln Informationen für jedes Lebensalter und (fast) jede Lebenssituation.   
Damit bleibt der Familien-Wegweiser des Bundesfamilienministeriums auch 2015 die erste Anlaufstelle für alle Eltern, die sich zuverlässige, übersichtliche und aktuelle Informationen auf einen Blick wünschen. (www.bmfsfj.de)

Freitag, 23. Januar 2015

Neue Broschüre der Arbeitskammer:Kindergeld und Kinderzuschlag

Kindergeld und Kinderzuschlag
Die Arbeitskammer des Saarlandes hat ihre Broschüre „Kindergeld und Kinderzuschlag“ neu herausgegeben. Sie beschreibt auf 272 Seiten ausführlich die Voraussetzungen für diese beiden Leistungen. Abgebildete Antragsvordrucke und zahlreiche Beispiele helfen, die Anträge richtig zu stellen.

Saarländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten die Broschüre kostenlos, sonstigen Beziehern wird ein Kostenbeitrag von 7 Euro zuzüglich Porto in Rechnung gestellt. Die Broschüre kann bestellt werden unter Telefon (06 81) 4005-444, Fax (06 81) 4005-411, E-Mail: info(at)arbeitskammer.de oder im Internet unterwww.arbeitskammer.de. Dort kann die Broschüre auch kostenlos im pdf-Format heruntergeladen oder online gelesen werden.

Die Broschüre ist jetzt auch bequem über ein iPad zu lesen. Dafür kann man die kostenlose Lese-App "AK-Publikationen" nutzen, die alle aktuellen AK-Veröffentlichungen im Überblick bietet (www.arbeitskammer.de/ak-app).

                                               - Pressedienst Nr. 4-2015 vom 23. Januar 2015 - (www.arbeitskammer.de)

Montag, 19. Januar 2015

Papa trau Dich ! - Interessante Reportage in der ARD zur Vereinbarkeit Familie und Beruf

Die Story im Ersten: Papa Trau Dich !
Wenn ein Kind unterwegs ist, haben Väter oft Muffensausen: vor der Verantwortung, der neuen Rolle, vor allem aber vor dem Chef. Wird er die Augenbrauen hochziehen, wenn Mann Elternzeit beantragt, werden die Kollegen lästern? Arne B. arbeitet als Mechatroniker bei Bosch. Sieben Monate nimmt er sich frei für sein Kind, danach wird er in die Firma zurückkehren. Selbst für ein Unternehmen wie Bosch, das als ausgesprochen familienfreundlich gilt, ist das eine Herausforderung. Immer mehr Väter wollen in die Elternzeit.

(www.ard.de)

Beitrag lief am 19.01.2015 in der ARD

hier der Link: Die Story im Ersten:Papa trau Dich !




Sonntag, 18. Januar 2015

Papa schafft alles

Papa schafft alles
Der 33-jährige Lars W. kümmert sich im Alltag alleine um seine drei kleinen Kinder. Vor einem Jahr ist die Beziehung zu seiner Frau in die Brüche gegangen. Christian B. aus Sassenberg im Münsterland ist schon erprobt, den Job und seine Kinder irgendwie unter einen Hut zu kriegen. Er ist zwangsläufig in die Rolle als alleinerziehender Vater hineingewachsen, als die Mutter seiner Kinder vor drei Jahren psychisch erkrankte. Werden die Väter den Spagat zwischen Beruf und Familie meistern? Und welchen Vorurteilen müssen sie sich als alleinerziehende Männer stellen. 
(www.ardmediathek.de)
18.01.2015 | 28:47 Min./Quelle: SWR
  

Donnerstag, 15. Januar 2015

Alleinerziehend-Projekt gegen Arbeitslosigkeit
Melanie Baltruszat, 39 Jahre alt, Mutter von vier Kindern und arbeitslos. Projekte gegen die Arbeitslosigkeit, die das Land fördert, sollen Alleinerziehenden wie Frau Baltruszat helfen. Wir haben geschaut, ob das klappt.
15.01.2015 | 03:20 Min./Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg
 

Dienstag, 13. Januar 2015

Hilfe für alleinerziehende Mütter

(Foto/DPA)
Flexibilität im Berufsalltag wird immer wichtiger. Alleinerziehende Mütter stellt das vor große Herausforderungen. Ihnen soll in Mainz künftig eine Kinderbetreuungslotsin Hilfe leisten - ein Pilotprojekt. Die Expertin weiß, von den Frauen wird viel verlangt. 
Berufsalltag und Kinder unter einen Hut zu bringen, ist für Alleinerziehende ein Kraftakt. Betroffenen auf Jobsuche in Mainz soll nun eine Kinderbetreuungslotsin unter die Arme greifen. Das sieht eine Vereinbarung zwischen Jobcenter, Arbeitsagentur und dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter vor, die am Dienstag unterzeichnet wird. Um was es genau geht, schildert Lotsin Melanie Oehl im Interview der Deutschen Presse-Agentur.
Frage: Was macht eine Kinderbetreuungslotsin so wichtig?
Antwort: Es wird sehr viel verlangt von Frauen, die Balance zwischen Beruf und Familie zu halten. Zudem haben sich die Arbeitszeiten flexibilisiert: Lange Dienstzeiten erfordern, dass man am Morgen genauso einsatzbereit ist wie am Abend. Aber auch die Ansprüche an Familie, Erziehung und das Kindeswohl sind gestiegen. Da brauchen manche Frauen einfach ein bisschen Unterstützung.
Frage: Wo drückt der Schuh in der Regel?
Antwort: Nehmen wir zum Beispiel die Pflegebranche oder den Einzelhandel - da wird rund um die Uhr gearbeitet. Eine Kassiererin im Supermarkt muss bis 22 Uhr erreichbar sein, normale Kinderbetreuung deckt aber höchstens bis 17 Uhr ab. Diese Organisation ist eine der Hauptschwierigkeiten.
Frage: Wie wird der Kontakt zwischen Ihnen und den Betroffenen hergestellt?
Antwort: Da wir einen Kooperationsvertrag mit dem Jobcenter und der Arbeitsagentur in Mainz haben, senden uns die Beauftragten für Chancengleichheit die Frauen zu. Dazu gibt es verschiedene Kriterien: Die Damen müssen aus Mainz sein, sie müssen alleinerziehend sein, und sie müssen auf der Suche nach Arbeit sein. Sie melden sich dann bei mir und Termine werden vereinbart.
Frage: Und wie finden Sie heraus, wo es brennt?
Antwort: Wir lernen uns erst mal kennen, daraus ergeben sich dann meistens schon die ersten Fragen. Warum liegt keine Vollzeitbetreuung für das Kind vor? Gibt es keinen Kita-Platz, welche Wege wurden schon gegangen? Wir unterstützten die Frauen so, dass am Ende eine Ganztagsbetreuung steht, die ihren Bedürfnissen gerecht wird.
Frage: Wie gestaltet sich die praktische Umsetzung?
Antwort: Es sind mehrere Treffen angesetzt, zunächst fünfmal zwei Stunden. Für die Zeit dazwischen bekommen die Frauen Hausaufgaben. Zum Beispiel rufen sie "XY" an, um nachzufragen, ob es dort einen Betreuungsplatz gibt. Allerdings helfen wir natürlich auch, wenn es Schwierigkeiten gibt - beispielsweise bei Gesprächen mit dem Arbeitgeber.
Frage: An welche Frauen richtet sich das Angebot?
Antwort: An alle Frauen. Wir haben beispielsweise 30-Jährige, die sich nach dem zweiten Bildungsweg beruflich neu orientieren. Dann haben wir junge Mütter, die schon Kinder haben, aber noch keine Ausbildung. Oder die wegen der Kinder noch keine machen konnten.
Zur Person: Die Diplom-Pädagogin Melanie Oehl ist 37 Jahre alt. Als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern hat sie zuvor bereits in der Ein-Eltern-Beratung und der Kindertagespflege gearbeitet. 
(www.n24.de)

Freitag, 9. Januar 2015

Zuhause im Alter - Wohnen im Alter

Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Wohnen heißt, ein Zuhause zu haben und einen Raum für gelebte Beziehungen mit anderen Angehörigen, Freunden und Nachbarn. Über 90 Prozent der älteren Menschen leben in einer für alle Lebensphasen standardmäßig ausgestatteten Wohnung. Die meisten wollen in der vertrauten Wohnumgebung bleiben – auch, wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind.
Selbstständiges und selbst bestimmtes Wohnen so lange wie möglich - das ist das Ziel der Programme und Projekte des Bundesfamilienministeriums rund um das Thema "Zuhause im Alter - Soziales Wohnen".

Förderprogramm "Anlaufstellen für ältere Menschen"

Das Förderprogramm "Anlaufstellen für ältere Menschen" basiert auf der Demografiestrategie der Bundesregierung. Ziel des Programms ist es, Angebote bestehender Einrichtungen bedarfsorientiert hinsichtlich niedrigschwelliger Hilfen, Informationsvermittlung und Beratung weiterzuentwickeln. Von großer Bedeutung ist hierbei die Einbindung des bürgerschaftlichen Engagements und die Vernetzung mit anderen Angeboten vor Ort.
Rund 300 Kommunen und Träger werden im Rahmen des Programms gefördert. Für das Programm stehen bis Ende 2016 insgesamt rund 7 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung. Weitere Informationen sowie eine Liste der ausgewählten Projekte sind auf dem Serviceportal "Zuhause im Alter" abrufbar.

"Altersgerecht umbauen" - Hinweise zur Förderung

Für ältere Menschen erhält die Wohnung als zentraler Lebensort eine immer stärkere Bedeutung. Mehr als 50 Prozent der Seniorinnen und Senioren halten sich mindestens 20 Stunden pro Tag dort auf. Dennoch sind bisher nur wenige Wohnungen barrierefrei gestaltet.
Für Modernisierungsmaßnahmen zur Beseitigung oder Verringerung von Barrieren in bestehenden Wohnungen vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) - Bankengruppe Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen im Rahmen des Programms "Altersgerecht umbauen". Hiermit können der leichtere Zugang zum Haus, der Einbau eines Aufzugs oder Treppenlifts oder notwendige Umbauten in Küche und Bad realisiert werden: Die KfW hält entsprechende Förderbausteine und weiterführende Informationen bereit. (www.bmfsfj.de)

Donnerstag, 8. Januar 2015

"Mütter und Väter wollen heute beides: Familie und Beruf"

Bildnachweis Bundesregierung/Denzel
In einem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel vom 8. Januar 2015 setzt sich Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig für eine Familienarbeitszeit ein und spricht von einem positiven Effekt für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat.
Tagesspiegel: Frau Schwesig, warum ist die SPD für viele in der Generation der 30- bis 50-Jährigen keine attraktive Partei?
Manuela Schwesig: Bislang haben wir uns nicht genug um diese Generation gekümmert. Das ändert sich. Wir erleben jetzt eine Trendwende. Die Familienpolitik stößt neben der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung auf die höchste Zustimmung. Jetzt muss es nur noch gelingen, die Zustimmungswerte in Stimmen für die SPD umzuwandeln.
Tagesspiegel: Wie soll das gehen?
Manuela Schwesig: Nicht nur die Familienministerin, sondern alle Sozialdemokraten müssen sich für die 30- bis 50-Jährigen ins Zeug legen. Die Generation der arbeitenden Mitte, also die Leistungsträger dieser
Gesellschaft, muss wissen, dass wir für sie da sind. Sie steht jeden Tag unter einem enormen Druck, muss sich im Beruf beweisen, ohne die eigene Familie zu vernachlässigen.
Tagesspiegel: SPD-Chef Sigmar Gabriel spricht von der "gehetzten Generation". Übertreibt er damit?
Manuela Schwesig: Er beschreibt damit die Erfahrung vieler Familien treffend. Die Menschen der "gestressten Generation" erleben diese Doppelbelastung. Sie wollen etwas leisten, sie wollen Erfolg im Beruf haben und sie wollen Familie. Das sind berechtigte Wünsche. Aber sie erleben jeden Tag, dass sie es in dieser Arbeitswelt schwer haben, allem gerecht zu werden. Die SPD muss diese Themen ansprechen und Unterstützung anbieten. Es ist wichtig, dass Familien spüren, dass es Politiker gibt, die Ahnung von ihren Nöten haben.
Tagesspiegel: Was ist das größte Problem der "gehetzten Generation"?
Manuela Schwesig: Für Familien ist nicht nur Geld wichtig, sondern auch Zeit. Die Unternehmen in Deutschland verlassen sich noch immer darauf, dass der Mann Vollzeit rund um die Uhr verfügbar ist, weil die Frau im Zweifel ja für die Kinder sorgt. Die Arbeitswelt geht von einem völlig überholten Familienmodell aus. In Wahrheit wollen die meisten jungen Frauen Kind und Job. Und viele junge Männer wollen selbstverständlich gleichberechtigt für ihre Kinder da sein. Diesem Wandel müssen wir Rechnung tragen.
Tagesspiegel: Was unterscheidet die "gehetzte Generation" von der ihrer Eltern und Großeltern,
die ja auch nicht auf Rosen gebettet war?
Manuela Schwesig: Man darf die Generationen nicht gegeneinander ausspielen, jede hat ihre eigenen Herausforderungen. Ich weiß aus vielen Gesprächen: Die Großeltern treibt es genauso um, wie sehr ihre Kinder oder Enkelkinder nun herausgefordert werden und unter Stress stehen. Und sie wünschen sich genauso dringend, dass die Politik darauf eine Antwort gibt.
Tagesspiegel: Wie kann die Antwort aussehen?
Manuela Schwesig: Ich habe vor einem Jahr eine Familienarbeitszeit vorgeschlagen. Mütter und Väter wollen heute beides: Familie und Beruf. In der Arbeitswelt stoßen sie hierbei an Grenzen, weil in der Regel nur ein Vollzeitjob ein ausreichendes Einkommen und Perspektiven sichert. Deshalb arbeiten die meisten Männer in Vollzeit und die Frauen überwiegend ungewollt in Teilzeit. Mir geht es darum, dass die Arbeitszeit für Familien besser verteilt wird. Es muss für Männer und Frauen möglich sein, in Familienphasen Teilzeit, zum Beispiel 32 Stunden zu arbeiten, auch ohne große Nachteile zu haben. Damit würden wir Eltern sehr entlasten. Für ein solches Modell brauchen wir das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit, so wie es Arbeitsministerin Andrea Nahles plant. Außerdem müssen wir finanzielle Unterstützung für die Familien ausloten.
Tagesspiegel: Das Vorhaben steht nicht im Koalitionsvertrag, die Union winkt ab.
Manuela Schwesig: Schon jetzt haben wir zwei Gesetze verabschiedet, die Schritte hin zur Familienarbeitszeit sind: Ich spreche vom ElterngeldPlus, das einen längeren und flexibleren Bezug von Elterngeld ermöglicht. Wir unterstützen damit Teilzeitarbeit jüngerer Eltern finanziell besser. Dazu kommt die Familienpflegezeit. Sie ermöglicht eine finanzielle Unterstützung, wenn ein berufstätiges Familienmitglied sich um einen Angehörigen kümmert. Die SPD zeigt, dass sie das moderne und soziale Gesicht dieser Bundesregierung ist und wichtige Vorhaben vorantreibt. Wir werden bei der Familienarbeitszeit weiter Druck machen. Das Wichtigste ist doch, dass viele Menschen spüren, dass mein Vorschlag einen Nerv trifft. Ich bin sicher, dass niemand in der Politik dieses Thema ignorieren kann.
Tagesspiegel: Was kostet die Familienarbeitszeit - und woher soll ohne neue Schulden das Geld dafür kommen?
Manuela Schwesig: Da rechnen wir verschiedene Modelle durch, bei der auch die positiven Effekte für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat berücksichtigt werden.
Tagesspiegel: Was meinen Sie damit?
Manuela Schwesig: Ich bin überzeugt: Es rechnet sich für unsere Gesellschaft und für den Staat, wenn der Bund Geld für die Familienarbeitszeit ausgibt. Das haben Berechnungen des Deutschen Institutes für Wirtschaft gezeigt. Frauen mit Kindern wollen lieber 30 statt 19 Stunden arbeiten, Männer mit Kindern lieber 35 statt 40 Stunden. Wenn sich das annähert, erhöhen sich die Gesamtarbeitsstunden und damit das Familieneinkommen - und es bleibt trotzdem Zeit für Familie. Das Einkommen ist dann auch stabiler. Außerdem ist die Familienarbeitszeit auch ein großer Beitrag zur Gleichberechtigung.
Tagesspiegel: Das müssen Sie erklären.
Manuela Schwesig: Sie hilft, die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu schließen. Es ist eine der größten Ungerechtigkeiten in Deutschland, dass der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern bei 22 Prozent liegt. Wenn sich die Arbeitszeit zwischen Männern und Frauen anders verteilt, kann man die Lohnlücke schließen. Somit verhindern wir auch Altersarmut für Frauen.
(www.bmfsfj.de)